Mittwoch, 22. Mai 2019 07:18 Uhr

Blühendes Projekt für Jung und Alt: Jugendliche der Competenz Werkstatt Beruf in Blomberg gestalten Garten mit Senioren des Helene-Schweitzer-Zentrums in Steinheim

Steinheim (red). Arbeit verbindet Menschen miteinander! – Diese Erfahrung haben fünf Jugendliche der Competenz Werktstatt Beruf in Blomberg im Alter von 16 bis 25 Jahren in einem fünftägigen sozialen Gartenprojekt mit dem Helene-Schweitzer-Zentrum gemacht und dabei Lob und Anerkennung durch die Bewohner der Pflegeeinrichtung erfahren.

Die Compentenz Werkstatt Beruf in Blomberg unterstützt als Bildungsträger der Agentur für Arbeit Detmold junge Menschen durch eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB) darin, eine passende Ausbildungsstelle oder Arbeitsstelle zu finden. Dieser Lehrgang dauert in der Regel elf Monate, in denen die Teilnehmer mit geschulten Ausbildern in den Bereichen Metall, Farbe und Lacke sowie Lager und Handel arbeiten. Zusätzlich werden sie durch Bildungsbegleiter Marco Hasse und Sozialpädagogin Carolin Kulesa begleitet.

„In dem Projekt geht es insbesondere darum, soziale Kompetenzen zu stärken und den Teilnehmer zu vermitteln, dass sie durch Engagement Anerkennung erhalten“, beschrieb Carolin Kulesa die Ziele des Projekts und erklärte weiter: „Einige unserer Teilnehmer haben Großeltern in Pflegeeinrichtungen. So hatten wir gemeinsam die Idee, uns in einem Seniorenwohnheim zu engagieren. Mir war es wichtig, dass die Jugendlichen Berührungsängste abbauen und zusätzlich das Gefühl bekommen, anderen Menschen etwas Gutes tun zu können.“

Der Kontakt mit dem Helene Schweitzer-Zentrum durch Hausleitung Annette Wennrich ist während einer Fachtagung zum Thema Zukunft von Berufen und Qualifizierung von neuen Mitarbeitern geknüpft worden. Zur Vorbereitung auf die soziale Woche der Einrichtung, stellte Annette Wennrich den Jugendlichen das Pflegewohnheim und die verschiedenen Pflegeberufe in einem Vortrag in Blomberg vor.

„Natürlich war der erste Kontakt zwischen den Jugendlichen und unseren Bewohnern erst vorsichtig. Im Laufe der Woche ist dann schnell ein reger und harmonievoller Kontakt miteinander entstanden“, beschrieb Wennrich ihre Beobachtungen während der gemeinschaftlichen Aktionen.

Anerkennung für die tatkräftige Unterstützung erhielten die jungen Leute unter anderem in Gesprächen während der täglichen gemeinsamen Mittagessen in den Pflegewohnungen. Insbesondere bei der gemeinsamen Arbeit, dem Bepflanzen der Hochbeete im Garten, fanden äußerst gewinnbringende Momente statt. 

In kürzester Zeit enstand ein reger fachlicher Austausch. Die meisten der Älteren hatten früher selbst über Jahre ihre eigenen Gärten angelegt und gepflegt. Wie gräbt man richtig um? Wo stehen die Sonnenblumen am besten? Warum muss man Bartnelken pikieren? Engagiert gaben die Senioren ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Jugendlichen weiter und erhielten im Gegenzug dafür Aufmerksamkeit und Wertschätzung.

Dass das Projekt in höchstem Maße gelungen war, darüber waren sich später alle Beteiligten einig. „Arbeit verbindet“, stellte Annette Wennrich rückblickend als Fazit heraus: „Als nach getaner Arbeit alle zufrieden erschöpft mit Erde an den Händen da standen, wurde herzhaft gelacht. Gemeinsam haben wir das Werk des Tages bestaunt und der Vormittag ging mit unbefangenen Plaudereien und Liedersingen zu Ende.“ Abschluss der ,,Sozialwoche‘‘ war ein gemeinsames Bratwurstgrillen, beim dem das blühende Ergebnis der Woche, einmal ganz ohne Arbeit, gefeiert wurde.

Foto: Gudrun Hamann

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