Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Dienstag, 21. Januar 2020 14:00 Uhr
Kuchen, Komödie, Künstlerkontakt: Beim Ausflug ins Theater erleben Senioren des Helene-Schweitzer-Zentrums besonderen Rollenwechsel
Dienstag, 21. Januar 2020 10:15 Uhr

Kreis Höxter (red). Für Facharbeiter der Bereiche Metall, Elektro- und Informationstechnik bietet das Berufskolleg Kreis Höxter eine berufsbegleitende Weiterbildung mit dem Schwerpunkt „Digitale Produktionstechnik“ an. Der Studiengang startet am 4. Februar. Anmeldungen sind noch bis zum 25. Januar 2020 möglich.

Die Digitalisierung führt nicht nur zu einem rasanten Wandel im Alltag, sondern verändert auch betriebliche Prozesse. Der Studiengang bietet die Möglichkeit, sich auf neue Entwicklungen und technische Bedingungen vorzubereiten. Als künftige Expertinnen und Experten für die Industrie 4.0 werden die Studierenden fit gemacht, um digitale, vernetzte, und automatisierte Fertigungs­prozesse zu entwickeln und zu steuern.

Der Bildungsgang umfasst acht Semester, wobei das letzte Semester als Praxissemester im Betrieb mit Projektaufgabe angelegt ist. Der Unterricht erfolgt während der Woche berufs­beglei­tend am Abend. Der erfolgreich absolvierte Studiengang führt zum Abschluss „staatlich geprüfter Techniker/staatlich geprüfte Technikerin“, der mit dem Bachelorabschluss gleichwertig ist.

„Wir qualifizieren damit engagierte Facharbeiter für die vernetzte Zukunft und für Führungsaufgaben in der digitalen Fabrik“, erklärt der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne. Der innovative Studiengang, der 2018 vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen als Schulersuch genehmigt wurde und ab 1. Februar bereits im dritten Durchgang an den Start geht, erfahre eine positive Resonanz bei Studierenden und Betrieben. An den ersten beiden noch laufenden Jahrgängen nehmen berufsbegleitend derzeit 42 Fachkräfte teil. Vom Berufskolleg Essen sei das erfolgreiche Konzept bereits übernommen worden.

Ansprechpartner ist der Leiter der Fachschule Technik, Nicolas Fiekens, Email: technik@bkhx.de.

Weitere Informationen: www.bkhx.de

 

Montag, 20. Januar 2020 14:01 Uhr

Steinheim/Höxter (red). Im Steinheimer Becken sollen nach Planung der EnBW Windkraftprojekte GmbH fünf Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe bis zu 241 Meter errichtet werden. Im Zuge dieser Planungen wird am 5. Februar zu einem Erörterungstermin um 15 Uhr in die Stadthalle Steinheim eingeladen. Insgesamt sind bis dato rund 600 Einwendungen eingegangen. Der Termin ist öffentlich und bei einem Platzmangel vor Ort, haben der Antragsteller, die Personen, die Einwendungen vorgebracht haben und Behördenvertreter Vorrang bei der Teilnahme. Sollten nicht alle Einwendungen an diesem Termin erörtert werden können, so findet am darauf folgenden Tag ein weiterer Erörterungstermin statt.

Montag, 20. Januar 2020 11:12 Uhr

Marienmünster (red). mit einem ersten Zusammentreffen interessierter Sänger begann im Dezember 1999 ein Projekt mit nachhaltiger Stahlkraft, die Aktivitäten der Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey.

Unter der Leitung von Hans Hermann Jansen haben die Sänger inzwischen viele Gottesdienste und Konzerte gestaltet, dazu Reisen durch die ganze Republik und ins Ausland bis hin nach Strassburg, Krakau oder Zürich.

Kerngebiet ihrer Aktivitäten ist aber die Klosterregion im Kulturland Kreis Höxter, wo sie immer wieder zu hören sind. Mittelpunkt der Musik ist der einstimmig unbegleitete Gesang, das reiche gregorianische Repertoire des Mittelalters, das bis heute eine ungebrochene Faszination ausübt durch die großen Bögen, die taktlose Freiheit der Melodien und die besonderen Tonarten, die man Modi nennt.

Das Jubiläumsjahr 2020 wurde am Sonntag mit einer ersten regulären Vesper in Marienmünster eingeleitet, zu der alle Freunde der gregorianischen Musik eingeladen waren. Es folgen Beiträge zum "Concert in the dark" am 1. Februar, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Kulturstiftung, dann Konzerte in Wiedenbrück und Münster am 28. und 29. Februar.

Am 8. März 2020 singt die Schola in Corvey um 17 Uhr eine Vesper zur Fastenzeit und am 12. April, dem Ostersonntag, ebenfalls um 17 Uhr eine feierliche Vesper in der Nikolaikirche in Höxter. In Kooperation mit dem südniedersächsischen Festival „Vox Organi“ gibt es Konzerte mit Gregorianik und Orgel in Fredelsloh am 3. Mai 2020 um 18 Uhr und am 21. Juni um 19.00 Uhr in St. Antonius in Worbis.

Inzwischen haben die Männer auch Frauen in die Schola aufgenommen, eine Bereicherung in klanglicher und menschlicher Hinsicht, denn gemeinsam geht alles viel besser. Nähere Infos gibt es auf der Internetseite www.gregorianik-schola.de Der ökumenische Gedanke steht im Vordergrund ihrer Arbeit.

Inhaltliche Anregungen erhielten sie bisher von Pater Michael Hermes (Meschede), Prof. Godehard Joppich und dem Gregorianik-Experten Christof Nicolaus Schroeder (Tholey). Es entstanden bisher einige bemerkenswerte CD-Produktionen, z. B. „Missa de Angelis - Lebendige Melodien der Gregorianik.“ im Auftrag des Kreuz-Verlag, ein Kreuzweg mit Orgelmusik in Bad Gandersheim (für cpo) drei CDs mit den ältesten Melodien des Paderborner Gesangbuchs von 1609 im Bonifatius-Verlag und zwei CDs für das Orgelrestaurierungsprojekt in Corvey.

Foto: Hermann

Montag, 20. Januar 2020 10:12 Uhr

Höxter (red). Jan-Niklas Spiegel Medical-Training bietet am Donnerstag, 30. Januar, in Kooperation mit dem Hebammenzentrum des St. Ansgar Krankenhauses Höxter ein Kindernotfalltraining für Eltern an. Der erfahrene Dozent, der selbst im Rettungsdienst arbeitet, informiert interessierten Eltern mit praktischen Übungen über das richtige Verhalten im Notfall. Der Kursus wird von 17 bis 20 Uhr in den Räumlichkeiten des Hebammenzentrums am St. Ansgar Krankenhaus Höxter angeboten. Interessierte können sich per Mail anmelden an dozent@jan-niklas-spiegel.de

Das Kindernotfalltraining kostet pro Person 60 Euro und pro Paar 90 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Teilnehmer beschränkt.

Im Kindernotfalltraining lernen Interessierte die richtige Versorgung bei kleineren Verletzungen, die richtigen Handgriffe in lebensbedrohlichen Situationen und das korrekte Absetzen eines Notrufs. Das Training vermittelt Wissen, wie Eltern auf diese Situationen besser vorbereitet sein können.

Weitere Informationen zum Angebot unter: www.jan-niklas-spiegel.de/kindernotfalltraining

Foto: Spiegel

Blaulicht
Samstag, 18. Januar 2020 11:20 Uhr
Betrunkener Unfallfahrer flüchtet zu Fuß
Sonntag, 12. Januar 2020 12:01 Uhr

Brakel/Höxter/Nieheim (red). Am Sonntagmorgen gegen 00.45 Uhr wurde ein Fahrradfahrer in Brakel auf der Nieheimer Straße kontrolliert, da er durch unsichere Fahrweise aufgefallen war. Der 32-jährige Nieheimer musste nach der Entnahme einer Blutprobe sein Fahrrad schieben. Ein 24-jähriger Mann aus Beverungen wurde gegen 4.55 Uhr in Lütmarsen überprüft da er ebenfalls sehr unsicher mit seinem Fahrrad unterwegs war. Auch er musste eine Blutprobe abgeben und sein Fahrrad schieben. Auf beide Fahrradfahrer wartet nun ein Strafverfahren.

Mittwoch, 01. Januar 2020 15:55 Uhr

Kreis Höxter (red).In der Silvesternacht kam es im Kreisgebiet zu 24 Einsätzen der Polizei im Zusammenhang mit Sylvester Feierlichkeiten bzw. deren Folgen. In Höxter machten sich mehrere Anwohner Sorgen darüber dass Feuerwerkskörper zwischen den Fachwerkhäusern gezündet wurden. Es gab eine Sachbeschädigung an einem Verkehrszeichen und eine Hausfassade wurde durch einen Böller beschädigt. Mehrere Streitigkeiten konnte die Polizei durch beruhigende Gespräche schlichten. In Brakel kam es zu drei leichten Körperverletzungsdelikten und einer Beschwerde über eine zu laute Feier in den frühen Morgenstunden. In Beverungen wurden in drei Fällen Anzeigen wegen Sachbeschädigung aufgenommen, da Briefkästen durch Böller beschädigt wurden. In Bad Driburg wurde eine leichte Körperverletzung bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

Mittwoch, 01. Januar 2020 15:48 Uhr

Nieheim (red). Anwohner bemerkten kurz nach Mitternacht den Brand des Dachstuhls eines Stallgebäudes im Ortskern von Erwitzen. Die Flammen schlugen bereits aus dem Dach heraus. Die freiwilligen Feuerwehren aus Nieheim und den umliegenden Ortschaften waren mit einem Großaufgebot vor Ort und versuchten den Brand zu löschen. Der Dachstuhl brannte jedoch komplett aus. In dem Stall - ein altes Fachwerkgebäude - waren circa 40 Kühe untergestellt. Fast alle Tiere konnten durch Helfer aus dem Gebäude gebracht werden, eine Kuh verendete leider in dem Gebäude.

Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 150.000 bis 200.000 Euro. In einem unmittelbar gegenüber liegenden Gasthof fand eine Silvesterfeier statt. Vor dem Gasthof wurden reichlich Feuerwerkskörper gezündet. Ob der Brand durch Feuerwerkskörper verursacht wurde, werden die eingeleiteten Ermittlungen der Polizei zeigen.

Foto: Feuerwehr Höxter

Mittwoch, 01. Januar 2020 12:31 Uhr

Kreis Höxter (red). Im abgelaufenen Jahr 2019 wurden in der Zeit vom 1. Januar bis zum 20. Dezember 2019 in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Höxter insgesamt 31.225 Einsätze bearbeitet. Diese Einsätze beziehen sich auf Hilfeersuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kreis Höxter und Gebieten angrenzender Kreise und Länder, die die Leitstelle Kreis Höxter in der Notfallrettung mit zu versorgen hat.

Das Einsatzaufkommen im Bereich Rettungsdienst betrug 29.102 Einsätze, für den Bereich der Feuerwehr waren 2.123 Einsätze zu verzeichnen. Somit mussten durch die Leitstelle des Kreise Höxter insgesamt 31.225 Einsätze organisiert und koordiniert werden. Gegenüber dem Jahr 2018 mit insgesamt 29.015 Einsätzen (26802 Rettungsdienst- und 2.213 Feuerwehreinsätzen), stieg das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst leicht an.

Das Einsatzaufkommen der Feuerwehr dagegen blieb fast auf dem Stand von 2018. Ein Grund für die erneut hohe Anzahl der Feuerwehreinsätze ist einmal mehr das Wetter. Der Kreis Höxter ist im Jahr 2019 gleich von zwei starken Unwettern heimgesucht worden: Sturmtief Eberhard am 9. und 10 März sowie ein Starkregen am 15. Oktober. Beide Unwetter machten ein Eingreifen der Feuerwehren und sonstigen Hilfsorganisationen erforderlich.

Warnung und Information der Bevölkerung Der bundesweite Warntag findet jährlich im September statt. Nächster Warntag : Donnerstag10. September 2020

Verhaltenshinweise für den Gefahrenfall

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude aufsuchen
  • Nachbarn informieren
  • Türen und Fenster schließen
  • Radio einschalten, Lokalfunk, WDR 2, (bei Stromausfall, Autoradio)
  • Notruf (110/112) nicht blockieren. Nur im Notfall anrufen. 

Genaue Standortbestimmung durch Advanced Mobile Location (AML)

Erfreuliche Nachrichten für alle Kunden der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber: Sie profitieren ab sofort vom neuen Notrufsystem AML (Advanced Mobile Location). Im Jahr 2018 wurden in Europa 73 Prozent der Notrufe über Mobiltelefone abgesetzt – eine von vielen Herausforderungen, vor die uns die mobile Gesellschaft im digitalen Zeitalter stellt. Denn was, wenn der Anrufer selbst nicht weiß, wo er sich befindet und so seine genaue Position nicht durchgeben kann?

Zum Beispiel wenn er mit seinem Fahrzeug auf einer Landstraße, auf der Autobahn oder auf einem abgelegenen Feldweg verunglückt und nicht genau weiß, wo er ist. In einem solchen Fall kommt AML zum Einsatz. Im Notfall einfach die 112 anrufen und die Rettungsleitstelle kann den Unfallort lokalisieren.

Konkret erlaubt AML die genaue Ortung von Hilfesuchenden. Im Ernstfall kann das Leben retten. Denn wenn mit dem Handy die Notrufnummer 112 gewählt wird, werden per AML automatisch Standortdaten an die Rettungsleitstelle gesendet. Und das bis auf wenige Meter genau. AML-Daten basieren auf exakten GPS-Koordinaten und sind damit weitaus genauer als die bisherige grobe Ortung über Funkzellen.

Praktisch: Damit AML funktioniert, müssen Nutzer eines Smartphones ihre Standortdaten im Handy nicht einmal aktiviert haben. GPS wird beim Wählen der 112 automatisch eingeschaltet, damit die Standortdaten an den Rettungsdienst übermittelt werden können. AML ist keine App, sondern bereits im Betriebssystem des Smartphones integriert. AML nutzt für die Standortbestimmung nicht nur die Funkzellenposition; hier sind die Unsicherheitsradien sehr groß (0,1 bis 30 km), sondern insbesondere auch andere, in den Smartphones integrierte Funktionen zur Positionsbestimmung wie WLAN und GPS. Hierdurch können Standortdaten mit einer Genauigkeit von wenigen Metern an die Leitstellen gesendet werden. 

Einsätze zum Jahreswechsel 2019/2020

Für die Leitstelle des Kreises Höxter gestaltete sich der Jahreswechsel ereignisreich. Es begann gleich 0:15 Uhr mit einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nieheim. In Nieheim Erwitzen brannte ein landwirtschaftliches Gebäude. (Scheune), hier waren alle Feuerwehren der Stadt Nieheim im Einsatz. Unterstützt wurden sie noch mit Sonderfahrzeugen von den Städten Brakel, Steinheim, Bad Driburg und Höxter.

Für den Rest der Feuerwehren im Kreis Höxter begann der Jahreswechsel 2019/2020 ruhig. Es waren verteilt über den Kreis Höxter 3 kleinere Brandeinsätze zu bewältigen. 00:24 Uhr Willebadessen Kleinbrand im Freien 01:20 Uhr Höxter Reste von Feuerwerkskörpern 02:17 Uhr Steinheim Mülltonne 

Rettungsdienstliche Einsätze

Der Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 35 Einsätze bearbeiten. Viele Einsätze resultierten aus dem unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern (4). Des Weiteren galt es, routinemäßige Einsätze zu bewältigen, wobei ein Großteil auf starken Alkoholgenuss zurückzuführen war.

Politik
Mittwoch, 15. Januar 2020 10:54 Uhr
FrauenRat NRW: Gleichstellung stärkt Demokratie – Verbündete suchen und finden
Freitag, 10. Januar 2020 10:39 Uhr

Höxter (red). Die nächste Bürgersprechstunde in der Kreisverwaltung Höxter wird am Mittwoch, 15. Januar 2020, angeboten. Bürgerinnen und Bürger können sich in der Zeit von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr in Zimmer F 3 der Kreisverwaltung Höxter, Moltkestraße 12, mit ihren Anliegen an Herrn Kreisdirektor Klaus Schumacher wenden, der Herrn Landrat Friedhelm Spieker krankheitsbedingt vertreten wird.

Samstag, 04. Januar 2020 12:56 Uhr

NRW (red). Staatsminister a.D. Guntram Schneider ist tot. Er war von 2010 bis 2015 Minister für Arbeit, Integration und Soziales und zuvor Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Nordrhein-Westfalen.
 
Ministerpräsident Armin Laschet sagte zum Tod von Guntram Schneider: „Nordrhein-Westfalen trauert um eine Persönlichkeit mit Herz für das Land und Herzblut für die Sache. Für Guntram Schneider stand bei all seinem Engagement in der Gewerkschaft und der Politik der Mensch im Mittelpunkt. Als langjähriger DGB-Vorsitzender kämpfte der Ostwestfale leidenschaftlich für Chancengerechtigkeit in allen Phasen eines schulischen und beruflichen Lebens. Die Idee vom Aufstieg durch Bildung war für Guntram Schneider während seines gesamten Wirkens zentral.“
 
Der Ministerpräsident weiter: „Guntram Schneiders Verdienste um die Sozialpartnerschaft in Nordrhein-Westfalen, sein Einsatz für die berufliche Bildung sowie das Ermöglichen von Integration, bleiben unvergessen. Auch als Mensch wird er zahlreichen Weggefährten in besonderer Erinnerung bleiben: Als Mann des klaren Wortes und der Gradlinigkeit. Persönlich bleiben mir viele Begegnungen in Erinnerung, in denen er als DGB-Chef mit seiner markanten Stimme für die Schwächeren kämpfte. Solidarität war bei ihm nicht wissenschaftliche Theorie, sondern gelebte innere Haltung. Als Integrationsminister fand ich bei ihm immer einen Partner, der das Motto der Gewerkschaften aus den 70er Jahren „Mach meinen Kumpel nicht an“ in seiner täglichen Arbeit lebte. Als er 2010 den Vorsitz des DGB aufgab um selbst in die Landesregierung zu wechseln, wusste ich, dass der große Grundkonsens aller Demokraten in Nordrhein-Westfalen in der Integrationspolitik erhalten bleibt. Er hat ihn auf die ihm eigene Weise geprägt. Dabei hat Guntram Schneider auch denjenigen wertgeschätzt, der anderer Meinung war. Ich werde ihn vermissen.“
 
Guntram Schneider wurde am 2. Juli 1951 in Gütersloh-Isselhorst geboren. Er machte eine Lehre als Werkzeugmacher und trat schon früh der Gewerkschaft IG Metall bei. Dort engagierte er sich in der Gewerkschaftsarbeit und wurde Betriebsratsmitglied. Später hatte er verschiedene Funktionen beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) inne und wurde 1985 Vorsitzender des DGB-Kreises Dortmund. Zwischen 1995 und 2006 war er 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Münster. In 2006 wurde er zum Landesvorsitzenden des DGB in Nordrhein-Westfalen gewählt.

Ministerpräsidentin a.D. Hannelore Kraft ernannte Guntram Schneider am 15. Juli 2010 zum Minister für Arbeit, Integration und Soziales. Er leitete das Ressort bis September 2015.

Foto: Ralph Sondermann/NRW

Wirtschaft
Dienstag, 21. Januar 2020 10:32 Uhr
Große Eröffnung im Pferdestall: Startschuss für neues Gastronomiekonzept im Gräflichen Park
Montag, 20. Januar 2020 10:59 Uhr

Paderborn (red). Die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter wagen auf ihrem Neujahrsempfang einen Blick in die Zukunft. Am Sonntag, 2. Februar, steht um 10.30 Uhr das Thema "New Work! Zukunft schon heute und warum es genial ist" auf dem Programm. Gastreferent ist der Marketingexperte Sven L. Franzen. Dazu wird sich der neue Vorstand erstmalig in großer Runde präsentieren. Veranstaltungsort ist das Hotel Vivendi in Paderborn.

Der Terminus "New Work" fasst alternative Arbeitsmethoden zusammen, die aus der heutigen global vernetzten und digitalen Welt heraus entstehen. Darunter fallen unter anderem das Arbeiten in virtuellen Teams, das Aufbrechen der üblichen Fünf-Tage-Woche, die Kombination individueller Bedürfnisse mit dem Arbeitsleben und die Möglichkeit der Selbstbeteiligung der Mitarbeiter an Verantwortungs- und Entwicklungsprozessen in Unternehmen. Mit Sven L. Franzen haben die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter einen Gastreferenten gewinnen können, der über eine langjährige Expertise im Bereich "New Work" verfügt und es in seiner 2005 gegründeten Tiger Marketing Group GmbH selbst lebt.

Darüber hinaus wird sich der neue Vorstand um den Vorsitzenden Kevin Taron vorstellen und einen Ausblick auf die kommenden zwei Jahre geben. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. WJ und Club-Mitglieder können sich über die Homepage www.wj-pb-hx.de anmelden, interessierte Gäste per Mail an info@wj-pb-hx.de

 

Mittwoch, 15. Januar 2020 10:30 Uhr

Kreis Höxter (red). Zwei Bauarbeiter, die gleiche Arbeit – und trotzdem zwei unterschiedliche Löhne: Gut 10 Euro könnten die Löhne pro Stunde auf den Baustellen im Kreis Höxter bald auseinandergehen. Denn Bauarbeiter, die keinen Tariflohn bekommen, müssen jetzt sogar um ihren Branchen-Mindestlohn bangen. Das teilt die IG BAU Ostwestfalen-Lippe mit. Betroffen davon könnte ein Großteil der rund 1.700 Bauarbeiter im Kreis Höxter sein. „Bauhandwerk und Bauindustrie müssen jetzt das tun, was die IG BAU schon gemacht hat: Die Arbeitgeber müssen nämlich einem Schlichterspruch und damit neuen BauMindestlöhnen zustimmen. Passiert das nicht, droht dem Bau im Kreis Höxter schlimmstenfalls der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde als unterste Verdienstgrenze. Jetzt hängt alles am seidenen Faden der Arbeitgeber“, sagt IG BAUBezirksvorsitzende Sabine Katzsche-Döring.

Der Schlichterspruch sieht vor, dass die Branchen-Mindestlöhne auf dem Bau ab April steigen – und zwar auf 12,55 Euro für Hilfsarbeiten (Mindestlohn 1) und auf 15,40 Euro für Facharbeiten (Mindestlohn 2). „Diese Bau-Mindestlöhne sind die Lohn-Stoppschilder nach unten. Und genau die braucht der Bau ganz dringend. Wenn die Arbeitgeber die neuen Branchen-Mindestlöhne allerdings nicht akzeptieren, dann wäre das ein Lockruf an alle Billig-Firmen aus dem In- und Ausland, als Dumping-Konkurrenz auf den Markt zu drängen. Diese Billigheimer würden dann ordentlich arbeitenden und anständig – nämlich den Tariflohn – bezahlenden Unternehmen im Kreis Höxter wirtschaftlich das Handwerk legen“, sagt Katzsche-Döring.

Die Vorsitzende der IG BAU OstwestfalenLippe warnt die heimischen Bauunternehmen davor, sich hier auf einen „Kamikaze-Kurs“ einzulassen. Der Countdown dazu laufe bereits: Die Arbeitgeber müssen bis zum kommenden Freitag – also bis zum 17. Januar – grünes Licht für höhere Mindestlöhne auf dem Bau geben. Die IG BAU ruft deshalb „alle anständigen Bauunternehmen im Kreis auf, im Schulterschluss mit anderen als ‚starke NRW-Kraft‘ klare Signale an den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und an den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zu senden – und zwar für das Akzeptieren der neuen BauMindestlöhne. „Hier steht viel auf dem Spiel. Nämlich der faire Wettbewerb bei fairer Bezahlung.

Der Bau darf nicht zur Niedriglohn-Branche werden. Denn die Folgen für die Beschäftigungsentwicklung wären verheerend – und das mitten im Bau-Boom: Selbst Facharbeiter würden dann abwandern. Vom Niedriglohn-Image der Baubranche und ihrem fehlenden Nachwuchs ganz zu schweigen“, macht Sabine Katzsche-Döring klar. Gerade jungen Menschen müsse das Signal gegeben werden, dass der Bau eine boomende Branche mit Zukunft sei, in der man was Tolles schaffen, den Erfolg seiner Arbeit sehen und gutes Geld verdienen könne. Mit dem Tariflohn sei die „Lohnlatte“ fair gelegt. Der Basis-Tariflohn für einen erfahrenen Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer im Kreis Höxter liege derzeit bei 20,63 Euro.

„Würden Unternehmen, die nicht an den Tariflohn gebunden sind, künftig lediglich den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit nur 9,35 Euro bezahlen, dann würde das eine krasse Kluft von über 10 Euro beim Stundenlohn bedeuten. Das würde der Bau nicht verkraften. Denn das würde zu Lasten der Unternehmen gehen, die für fairen Wettbewerb und Qualität stehen“, so Katzsche-Döring. Dem Bau drohe dann ein regelrechter Preiskampf. Genau dieser Punkt habe den Präsidenten des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel, als Schlichter für das Bauhauptgewerbe offensichtlich bewogen, sich für neue Bau-Mindestlöhne auszusprechen.

„Dieser Schlichterspruch ist für alle Seiten – für die IG BAU, die ihm bereits zugestimmt hat, vor allem aber für Bauhandwerk und Bauindustrie – akzeptabel. Zum Wohle der Branche wird’s jetzt Zeit, dass auch die Arbeitgeber ihn akzeptieren“, fordert die Vorsitzende der IG BAU Ostwestfalen-Lippe, Sabine Katzsche-Döring. Wie es tarifpolitisch dann auf dem Bau weitergeht, darüber werden IG BAU und Bau-Arbeitgeber bereits im Frühjahr verhandeln: Dann steht nämlich die neue Lohn-Tarifrunde an.

Foto: NGG

Sport
Mittwoch, 08. Januar 2020 11:35 Uhr
Ehrungen für Übernahme der Bezirksstandarte
Dienstag, 07. Januar 2020 08:22 Uhr

Vinsebeck (red). Beim alljährlichen Vergleichsschießen der Schützenvereine in Vinsebeck trafen die erbitterten Konkurrenten um die Dorfkrone erneut aufeinander. Ausrichter im diesjährigen Showdown waren die Jungschützen der St. Josef Schützenbruderschaft, die mit gestärktem Selbstvertrauen dem Vorjahressieger, den Altschützen der St. Johannes Schützenbruderschaft, gegenübertreten. In einem erbitterten Wettstreit, in dem es lange günstig für die Gastgeber stand, konnten sie sich dennoch nicht gegen die jahrzehntelange Schießerfahrung der Altschützen durchsetzen.

Mit knappem Vorsprung errangen die St. Johannes Schützenbrüder den Sieg im diesjährigen Duell. Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hat die St. Josef Schützenbruderschaft in Vinsebeck das traditionelle Preis- und Pokalschießen ausgerichtet. 20 Schützenbrüder konnten sich im Preisschießen, Pokalschießen und Preisknobeln messen. Als beste Würfler stellten sich John Regier (Platz 1), Jungschützenkönig Julien Fricke (Platz 2) und sein Fahnenoffizier Hendrik Schamber (Platz 3) heraus. Sie durften sich über einen deftigen Präsentkorb freuen.

Das Pokalschießen hatte Benedikt Tilly mit 98 Ring für sich entscheiden, auf den Plätzen 2 und 3 folgten Jens Hannibal und Ex-König Pascal Schnelle. Wie beim Preisschießen üblich werden alle teilnehmenden Schützen mit kleinen Präsenten bedacht. Hier konnten ebenfalls Benedikt Tilly, Jens Hannibal und Pascal Schnelle das Treppchen besteigen und sich aus dem reichhaltigen Fundus die Rosinen herauspicken. Der Vorstand bedankt sich recht herzlich bei Hofstaat und Schießmeistern für die Preise und die gelungene Organisation.

Foto: St. Josef Schützenbruderschaft Vinsebeck e. V.

Samstag, 04. Januar 2020 11:42 Uhr

Kreis Höxter/Holzminden (red). Gespannt blickt der Fußball der Region am 19. Januar nach Marienmünster-Bredenborn, wenn sich 15 Mannschaften im Kampf um den diesjährigen Hallenkreismeistertitel duellieren. Neben den gewohnten Mannschaften aus dem Kreis Höxter sind der SV Holzminden sowie zwei Mannschaften des FC Boffzen in Marienmünster auf dem Parkett vertreten.

Aus dem Kreis Höxter neu dabei ist die neu gegründete Frauenmannschaft des VFL Eversen. Gleich zwei Pokale werden im Rahmen dieses Turniers ausgespielt: Einerseits geht der „Swisslife Select“-Pokal an die Siegerinnen des Turniers, andererseits wird auch der beste Kreisligist mit einem Siegerpokal prämiert. Als Verteidiger des „Swisslife Select“-Pokal geht der SV Ottbergen/B. Iin das Turnier. Bester Kreisligist in der Halle wurde 2019 der SV Scherfede/R. „Es gibt wie in den letzten Jahren wieder Preisgelder für die besten Mannschaften“, so Staffel- und Pokalspielleiterin Petra Block. Anpfiff der ersten Partie ist am 19. Januar um 10 Uhr in der Kolpingstraße 16 in Marienmünster-Bredenborn.

Die Turniergruppen

Gruppe A

  • Phönix Höxter

  • SV Kollerbeck

  • SV Bökendorf II

  • SV Ottbergen/B/D II

  • SV Scherfede (Titelverteidiger bester Kreisligist 2019)

Gruppe B

  • FC Germete/W.

  • FC Boffzen II

  • SV Holzminden

  • VFR Borgentreich

  • SV Steinheim

Gruppe C

  • SV Ottbergen-Bruchhausen I (Titelverteidiger Swiss Life Pokal 2019)

  • SpVg Brakel

  • VFL Eversen

  • FC Boffzen I

  • FC P.E.L.

Panorama
Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr
Landesregierung untermauert finanzielles Engagement: 3,4 Millionen Euro für jüdische Gemeinden
Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

Dienstag, 14. Januar 2020 10:11 Uhr

Paderborn (red). Jedes Jahr bietet das Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn Platz für zwei engagierte und motivierte junge Menschen, die sich ein Jahr lang in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen sowie sich selbst weiterentwickeln möchten. Der Einsatz erfolgt im Arbeitsfeld der Jugendverbandsarbeit. Die Begleitung und Verwaltung der Einsatzstelle erfolgt über das Diakonische Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Freiwilligen sind Teil des Teams des Jugendreferates und lernen unterschiedliche Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis kennen. Dazu gehören Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen in den Gemeinden und die Schulungen, Freizeiten und Aktionen des Jugendreferats. Im Laufe des Jahres übernehmen die Freiwilligen dabei immer mehr Verantwortung und können eigene kreative Ideen mit in die Arbeit einbringen. Die Arbeit wird intensiv begleitet von einer Praxisanleitung.

Über das Jahr verteilt werden mehrere Seminare des Diakonischen Jahres angeboten. Diese dienen der Reflexion der Arbeit und der Persönlichkeitsbildung. Das Diakonische Jahr beginnt in der Regel nach den Sommerferien. Die Bewerbungen sind noch bis zum 31. Januar 2020 möglich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Jugendreferates unter www.juenger-paderborn.de und unter www.diakonisches-jahr-westfalen.de

Telefonische Rückfragen können gerne unter (05251) 5002-10 an den geschäftsführenden Jugendreferenten Oliver Schwarz gestellt werden.

Donnerstag, 02. Januar 2020 14:33 Uhr

Krefeld (red). Die Krefelder Strafverfolgungsbehörden haben den verheerenden Brand im Krefelder Zoo weitestgehend geklärt. Das Feuer ist durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden. Drei Frauen hatten in der Silvesternacht zuvor fünf von diesen aufsteigen lassen und sich nach der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Krefeld gemeldet. Die Kriminalpolizei konnte bisher vier dieser Himmelslaternen in der Nähe des Affenhauses sicherstellen. Bei der fehlenden fünften Laterne handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Laterne, die den Brand ausgelöst hat. Die Frauen hatten die Laternen zuvor im Internet bestellt. In ihren gestrigen Vernehmungen hatten sie angegeben, dass sie kein Hinweis auf ein Verbot gefunden haben. Mit dem schlimmen Folgen hätten sie nicht gerechnet. Sie gaben nachvollziehbar an, dass ihnen das Geschehen unendlich Leid tue. Bei den Frauen handelt es sich um eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern im Alter von 30 bis 60 Jahren. Gegen die Krefelderinnen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Foto: Polizeipräsidium Krefeld

Montag, 25. November 2019 11:11 Uhr

Sundern/Kreis Höxter (red). Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting begann der Arbeitskreis des FrauenRat NRW seine Aktivitäten. Der FrauenRat NRW mit rund 57 Mitgliedsverbänden unterschiedlichster Weltanschauungen ist eine Interessenvertretung für ca. zwei Millionen Frauen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des FrauenRat NRW setzen sich ehrenamtlich für Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie ein.

Mit der Gründung eines Arbeitskreises und einem ersten Treffen in Sundern/Dörnholthausen zum Thema: „Demokratiebildung jetzt – Nicht ohne Frauen machbar! Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung verhindern“ starteten die Schatzmeisterin Maria Berghoff und die stellvertretende Vorsitzende Uta Fechler des FrauenRat NRW mit geladenen Gästen ihre Arbeit. Als Teilnehmerinnen waren über zwanzig Vertreterinnen von Frauenverbänden und Organisationen angereist. In ihrer Begrüßungsrede warnte Uta Fechler vor einer Radikalisierung der Gesellschaft, die immer mit der Einschränkung von Frauenrechten einhergehe. „Lasst uns Netzwerke zur Stärkung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit bilden. Heute kann der Anfang sein“, rief sie auf. Maria Berghoff betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Frauen im ländlichen Raum: „Wenn Frauen auf dem Land eine Zukunft haben, hat der ländliche Raum eine Zukunft“, fasste sie zusammen.

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises fand große Aufmerksamkeit bei Vertreterinnen der Politik. Die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke ging in ihrem Grußwort auf den historisch niedrigsten Frauenanteil in den Parlamenten (Landtag NRW 27%) ein. Gleichzeitig sah sie die Demokratie in Deutschland so gefährdet wie noch nie. „Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie, Demokratie braucht Gleichberechtigung“, forderte sie. Erschreckend sei, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, keine ausreichende Wirkung zeigten und dass immer mehr Frauen Parteien mit einem rückständigen Frauenbild wählten. Bildungseinrichtungen müssten sich stärker mit Demokratiebildung beschäftigen. Darüber hinaus müssten Frauen in öffentlichen Ämtern stärker wahrnehmbar gemacht werden. Auch die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Ursula Beckmann prangerte den geringen 

Frauenanteil in der Kommunalpolitik an. Sie rief die Anwesenden auf: „Die Parteien brauchen ihr Know- how, trauen Sie sich!“. Während des Frühstücks kamen die Teilnehmerinnen des Kick-Off-Treffens miteinander intensiv ins Gespräch. Sie erarbeiteten Stichpunkte für die Diskussion zur Bedeutung der Demokratie, zu Handlungsvorschlägen für die Arbeit von Frauenverbänden sowie jeder einzelnen Frau in ihrem Umkreis. In einer „Ideenschmiede“ wurden Projekte vorgestellt, die in den Mitgliedsverbänden schon durchgeführt wurden. Uta Fechler und Maria Berghoff berichteten von der Stellungnahme des FrauenRat NRW im Fragebogen der Enquete-Kommission des Landes Nordrhein-Westfalen „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“, in der sie Forderungen formulierten, die zur stärkeren Eigenverantwortung und Teilhabe von Frauen in der Politik führen können.

Foto: FrauenRat NRW

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