Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Montag, 06. April 2020 17:20 Uhr
Coronazahlen aus dem Kreis Höxter: 13 „Genesene“ stehen vier Neuinfektionen gegenüber
Montag, 06. April 2020 09:09 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir haben jetzt 148 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Höxter. Das sind 26 Infektionen mehr als gestern“, so der Kreis Höxter am Sonntag gegenüber der Redaktion. Damit ist die Anzahl der Neu-Erkrankten deutlich stärker gestiegen, als die Anzahl der als „genesenen“ geltenden Personen. Hier vermeldet der Kreis Höxter eine Person mehr, als Tags zuvor. Die Zahl der Corona-Fälle ist vor allem in Höxter, Brakel und Warburg deutlich angestiegen.

 

 

Coronainfektion

Neue Infektionen

Genesen“

Kreis Höxter

148

26

23

Bad Driburg

2

0

1

Beverungen


12

0

7

Borgentreich

20

1

4

Brakel

8


5

2

Höxter

36

8

2

Marienmünster

2

0

0

Nieheim

6

0

2

Steinheim

20

0

3

Warburg

36

10


2

Willebadessen

6

2

0

 

Sonntag, 05. April 2020 11:39 Uhr

Brakel (red). Betrüger versuchen nun auch im Kreis Höxter, aus der derzeitigen Krisensituation unberechtigten Profit zu schlagen. Bei einem 51-Jährigen in der Straße Neustadt standen am Samstag, 04.04.2020, gegen 06.30 Uhr, zwei Personen vor der Wohnungstür. Sie trugen Schutzbekleidung und gaben an, vom Gesundheitsamt zu kommen. Auf Grund eines Vorfalls vom Vortag in der Nähe der Wohnung müsse man nun eine Speichelprobe für einen Corona-Test entnehmen. Die Probe wurde an der Wohnungstür genommen, ohne dass die Unbekannten herein gelassen wurden. Daher ist offensichtlich in diesem Fall kein weiterer Schaden entstanden. Die Polizei und der Kreis Höxter weisen darauf hin, dass hier nicht das Gesundheitsamt tätig war. Berechtigte Personen werden nur nach Aufforderung und Terminabsprache eine Wohnung aufsuchen, um entsprechende Speichelproben zu entnehmen. Sie können sich zudem ausweisen.

Sonntag, 05. April 2020 09:26 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir haben jetzt 122 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im Kreis Höxter. Das sind 23 Infektionen mehr als gestern“, so der Kreis Höxter am Samstagmittag. Gleichzeitig kann der Kreis Höxter insgesamt 22 Genesene vermelden, die den 23 Neu-Infektionen gegenüber stehen. Besonders betroffen ist das Stadtgebiet Warburg, in dem von Freitag bis Samstag neun Neu-Infektionen gemeldet worden sind.

 

 

Coronainfektion

Neue Infektionen

Genesen“

Kreis Höxter

122

23

22

Bad Driburg

2

 

1

Borgentreich

19

3

4

Brakel

3

 

2

Höxter

28

5

2

Marienmünster

2

1

0

Nieheim

6

1

2

Steinheim

20

2

3

Warburg

26

9

1

Willebadessen

4

1

0

 

Samstag, 04. April 2020 08:53 Uhr

Kreis Höxter (red). Gestern ist der Kreis Höxter mit einem neuen Informationsangebot rund um Fragen zum Coronavirus online gegangen. „Die dynamische Entwicklung der Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Dem damit verbundenen Informationsbedarf wollen wir mit dem neuen Service Rechnung tragen“, sagt Landrat Friedhelm Spieker. Ab sofort präsentiert der Kreis Höxter Corona-Informationen thematisch gegliedert und kompakt im Internet.

Damit Ratsuchende Antworten auf ihre Fragen zu den unterschiedlichen Themenfeldern leichter finden können, hat der Kreis Höxter seinen Internetauftritt überarbeitet und einen neuen Bereich aufgebaut. „Damit haben wir unseren Service nun deutlich verbessert“, so Spieker. 

Von der Homepage des Kreises Höxter - www.kreis-hoexter.de - werden Interessierte direkt zu den Corona-Informationen geleitet. Dort sind nicht nur die aktuellen Zahlen der bestätigten Infektionen zu finden, sondern auch wichtige Telefonnummern und aktuelle Mitteilungen zum Thema.

Entscheidende Hilfe bei der Suche nach Antworten bieten die verschiedenen Themenbereiche Gesundheitsschutz, Beratung, Schulen, Kitas sowie Arbeit Wirtschaft, wo weitere Informationen zu finden sind. Wer wissen möchte, was im Verdachtsfall zu tun ist oder wann und wie ein Test durchgeführt wird, sucht im Bereich Gesundheitsschutz. Informationen für Betriebe, Beschäftigte und Selbständige zu Förderkrediten, Zuschüssen oder Kurzarbeit sind im Bereich Arbeit/Wirtschaft zu finden.

Foto: Kreis Höxter

Blaulicht
Freitag, 27. März 2020 13:46 Uhr
Kreispolizeibehörde Höxter warnt: Kriminelle nutzen Corona-Lage aus
Donnerstag, 26. März 2020 17:46 Uhr

Kreis Höxter (red). In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den aktuellen Vorschriften verzeichneten die Ordnungsbehörden und die Polizei im Kreis Höxter seit dem 25. März drei Vorfälle. In Bad Driburg war am Mittwoch, 25. März, gegen 20.30 Uhr eine Gruppe von vier Jugendlichen aufgefallen, die zu Fuß an der Pyrmonter Straße unterwegs war. Da sie einen anderen Fußgänger angegriffen und beleidigt hatten, wurde mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung gestellt.

Mitarbeitern des Ordnungsamtes war in Höxter am Donnerstag, 26. März, vormittags ein Nagelstudio aufgefallen, in dem offenbar eine Kundin behandelt wurde, die auch ihr Kind dabei hatte. Die Polizei wurde zur Personalienfeststellung hinzugerufen, das Ordnungsamt erstattete Anzeige.

Des weiteren musste die Polizei in Steinheim bei einem Streit an einem Verbrauchermarkt am Lipper Tor eingreifen. Ein 69-jähriger Kunde war zunächst durch einen Sicherheitsdienstmitarbeiter aufgrund der aktuell bestehenden Hygieneregeln aufgefordert worden, Abstand zu anderen Kunden zu halten. Der Sicherheitsdienstmitarbeiter wurde daraufhin von dem 69-jährigen Mann mit einem Einkaufswagen angerempelt und beleidigt. Der Sicherheitsdienstmitarbeiter erstattete Anzeige.

Mittwoch, 25. März 2020 08:49 Uhr

Steinheim (red). In drei Autos, die in Steinheim-Vinsebeck abgestellt waren, sind bislang unbekannte Diebe eingedrungen. Die drei Taten ereigneten sich in der Nacht von Sonntag, 22. März, auf Montag, 23. März, in dem Zeitraum zwischen 20 Uhr und 6 Uhr.

Im Grasweg wurde aus einem Ford Fiesta eine Geldbörse entwendet, dafür wurde die Scheibe der Beifahrertür eingeschlagen. Ebenso wurde an einem VW Passat, der in der Straße Siebenhöfen parkte, die Scheibe der Beifahrertür zerschlagen. Auch hier wurde ein Portemonnaie samt Inhalt gestohlen. Der Sachschaden am Pkw beträgt etwa 500 Euro.

Ebenfalls in der Straße Siebenhöfen wurde die Tür eines Opel Zafira geöffnet. Der Wagen wurde durchsucht, entwendet wurde anscheinend aber nichts. In allen Fällen bitten die Ermittler der Polizei Höxter um Hinweise durch mögliche Zeugen unter der Telefon-Nummer 05271/962-0.

Montag, 23. März 2020 16:26 Uhr

Kreis Höxter (red). Das sogenannte "Kontaktverbot" ist als verschärfte Maßnahme gegen das Corona-Virus in Kraft getreten. Daher sind auch im Kreis Höxter unter anderem folgende Regeln zu beachten: Es ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu Personen, die nicht im selben Haushalt wohnen, einzuhalten.

Insgesamt sind Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes auf das absolute Minimum zu reduzieren. 

Gruppen von mehr als zwei Personen werden von den Ordnungsbehörden oder der Polizei getrennt, wenn sie nicht im selben Haushalt wohnen.

Veranstaltungen und Versammlungen sind grundsätzlich untersagt, Bestattungen sowie Totengebete sind im engsten Familien- und Freundeskreis zulässig.

Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Es bleiben nur medizinisch notwendige Behandlungen weiterhin möglich.

Bei Gastronomiebetrieben sind nur die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf zulässig.

In den weiterhin geöffneten Betrieben (Supermärkte, Tankstellen) sind die Hygienevorschriften und Abstandregeln ebenfalls einzuhalten.

Notwendige Tätigkeiten sind weiterhin erlaubt. Beispielweise der Weg zur Arbeit und zur Notbetreuung, Besuche von Ärzten und Einrichtungen des Gesundheitswesens (zum Beispiel Apotheken), Einkaufen, körperliche Betätigung im Freien und Hilfe für andere.

Bei Verstößen gegen die Regelungen werden entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Möglich sind Geldbußen bis 25.000 Euro, im Einzelfall drohen sogar Freiheitsstrafen.

Die Polizei unterstützt die zuständigen Ordnungsbehörden der Städte und Gemeinden bei den Kontrollen. Die Polizei wird daher im Kreis Höxter verstärkt Präsenz im öffentlichen Raum zeigen und Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz verfolgen. Diese Kontrollen dienen dem Schutz aller.

Um die Durchführung der Kontrollen für alle zu erleichtern, sollte von jedem ein gültiges Ausweisdokument mitgeführt werden. Die Vorgaben sind im Detail nachzulesen im Internet auf dem Landesportal des Landes Nordrhein-Westfalen unter www.land.nrw

 

Montag, 23. März 2020 11:24 Uhr

Kreis Höxter (red). An einem Wochenende mit insgesamt übersichtlichem Einsatzaufkommen mussten die Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter sich auch um einzelne Vorfälle in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kümmern. Insgesamt elf entsprechende Meldungen, verteilt im gesamten Kreisgebiet, gingen zwischen Freitagnachmittag (20. März) und Sonntagabend, 22. März, bei der Leitstelle der Polizei Höxter ein, welche die Polizeibeamten in Kooperation mit den örtlichen Ordnungsämtern überprüften. Zum überwiegenden Teil waren jedoch keine weiteren Maßnahmen erforderlich, als zum Beispiel Personengruppen auf gesperrten Spielplätzen gemeldet wurden, vor Ort jedoch keine Personen angetroffen wurden.

In Warburg wurde am Sonntagvormittag in einem Kloster trotz des entsprechenden Verbotes ein Gottesdienst abgehalten, außerdem musste in Warburg am Sonntagmittag eine private Familienfeier aufgelöst werden, an der sich mehr als 40 Personen beteiligt hatten. In Bad Driburg wurde am Sonntagabend ebenfalls eine private Feier beendet, bei der sich mehr als sechs Personen versammelt hatten

Politik
Montag, 30. März 2020 10:06 Uhr
SPD-Marienmünster dankt Klaus Wittek - Vorbereitungen für die Kommunalwahl
Mittwoch, 18. März 2020 23:14 Uhr

Kreis Höxter (red). Von den 396,6 Millionen Euro aus der Städtebauförderung und dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ erhält der Kreis Höxter 2020 rund 4.873.000 Millionen Euro. Dazu erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken:

 „Angesichts der derzeit schwierigen Lage ist die Städtebauförderung ein richtiges und wichtiges Zeichen, dass das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund an der Seite der Kommunen in unserem Land stehen. Mit den Mitteln aus der Städtebauförderung kann der Kreis Höxter Ideen und Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung unserer Heimat umsetzen. So wird Zukunft gebaut.

Die Fördermittel fließen in die Umsetzung toller Projekte in Bad Driburg, Borgentreich, Brakel, Höxter, Nieheim, Steinheim und Willebadessen. [Detaillierte Beschreibung entnehmen Sie bitte der Tabelle] Ich freue mich sehr, dass mit den zur Verfügung gestellten Mitteln jetzt die Umsetzung der Projekte erfolgen kann. Gleichzeitig ist es ein wichtiges Zeichen an unsere Partner in der Wirtschaft und insbesondere an das Handwerk, das eine Perspektive für die Zeit nach der Krise eröffnet.“

Ort

Maßnahme

Projektbeschreibung

Fördermittel

Bad Driburg

Südoststadt

Bad Driburg

Realisierungswettbewerb Umbau ehemalige Eggelandklinik, Neuanlage der Naherholungsfläche Katzohlbachaue, Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Verfügungsfonds für Innenstadt-Initiativen

417.000

Borgentreich

Borgentreich Kernstadt

Neugestaltung "Platz der Kulturen"

89.000

Brakel

Historischer Stadtkern Brakel

Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Verfügungsfonds für Innenstadt-Initiativen

75.000

Höxter

Historischer Stadtkern und Corvey

vorbereitende Untersuchungen zur Neugestaltung der Stadteingänge, Neugestaltung der Nicolaistraße und der Fußgängerzone, Sanierung der Stadtmauer, Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Verfügungsfonds für Innenstadt-Initiativen

2.650.000

Nieheim

Mehrzwecksportanlage in Eversen mit interkommunaler Ausrichtung

Modernisierung Mehrzwecksportanlage mit interkommunaler Ausrichtung: Erweiterung Fußballplatz um eine Laufbahn, eine Kugelstoß- und Weitsprung-Anlage sowie einen Fitness-Parcours für einen Mehrgenerationenplatz

626.000

Nieheim

Ortskern Nieheim

Mehrfachbeauftragung für die Planung einer Multifunktionshalle als Ersatzbau für die Stadthalle, Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Projektsteuerung, Innenstadtmanagement

156.000

Steinheim

Stadtkern Steinheim

Modernisierung der Stadthalle, Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes, Verfügungsfonds für Innenstadt-Initiativen

510.000

Willebadessen

Ortskerne Willebadessen und Peckelsheim

Umfeldgestaltung Schützenhalle / Schulzentrum Peckelsheim

350.000

 

 

 

Gesamt: 4.873.000

Mittwoch, 18. März 2020 16:51 Uhr

NRW (red). Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie das Ministerium für Schule und Bildung und die kommunalen Spitzenverbände Städtetag NRW, Landkreistag NRW und Städte- und Gemeindebund NRW teilen mit: Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen hat die Landesregierung mit Wirkung ab dem 16. März 2020 ein Betretungsverbot für Kindertagesbetreuungsangebote erlassen, in den Schulen ist gleichzeitig der Unterricht vorübergehend eingestellt worden. Durch das außerordentliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller, insbesondere der Jugendämter und Kindergartenträger am vergangenen Wochenende, ist es gelungen, die Einschränkung der Kindertagesbetreuung seit Montagmorgen erfolgreich und mit der gebotenen Rücksichtnahme auf Kinder und Eltern umzusetzen. Betreuungsverträge bleiben bestehen, eine tatsächliche Betreuung erfolgt ab diesem Zeitpunkt allerdings nur noch für Kinder von Personen, die in kritischen Infrastrukturen tätig sind. Um die Infektionsausbreitung zu verlangsamen und nicht weiter zu befeuern, soll die Betreuung dieser Kinder im Rahmen regulärer Angebote und nicht in gebündelter Notfallbetreuung erfolgen. Im Ergebnis müssen die Angebote der Kindertagesbetreuung damit weiterhin zur Verfügung stehen und Träger und Kindertagespflegepersonen ihre Leistung bereitstellen. ++ Auch in den Schulen werden die Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur beschäftigt sind, zuverlässig betreut. Lehrerinnen und Lehrer, Personal der Kommunen und der Träger der Offenen Ganztagsschule sorgen für ein stabiles Betreuungsangebot in dieser Notsituation. Land und Kommunen sind sich einig und sagen zu, dass die Finanzierung der Angebote durch Land und Kommunen unabhängig von der konkreten Inanspruchnahme weiter vollständig sichergestellt ist. „Land und Kommunen geben den Trägern jetzt die Sicherheit, dass die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen und der Offenen Ganztagsschulen steht,“ erläutern Minister Stamp und Ministerin Gebauer. „Und auch die Kindertagespflegepersonen sowie das im Ganztag beschäftigte Personal bekommen die Klarheit, dass sie weiterhin ihre Geldleistung erhalten, auch wenn aufgrund des Betretungsverbots und des Unterrichtsausfalls aktuell weniger oder keine Kinder von Personen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind, betreut werden.“ Träger, Kitaleitungen, die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen, die im Ganztag beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Lehrerinnen und Lehrer leisten einen unverzichtbaren Beitrag in diesen schwierigen Zeiten. Sie stellen sicher, dass Personen, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, weiterhin arbeiten können, weil ihre Kinder gut betreut werden. Dafür haben sie alle unseren größten Respekt. Wir danken ihnen für ihren Einsatz und ihr großes Engagement

Wirtschaft
Dienstag, 31. März 2020 10:33 Uhr
Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg: Jobs in der Landwirtschaft - Jeder kann helfen"
Dienstag, 31. März 2020 10:04 Uhr

Bad Driburg/Höxter (red). Das Klinikum Weser-Egge ist für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus weiterhin gut gerüstet. Neben der bereits eingerichteten Isolationsstation im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter steht nun im St. Josef Hospital in Bad Driburg eine weitere Versorgungseinheit für Corona-Infizierte zur Verfügung.

"Aktuell ist die Lage in unseren Krankenhäusern entspannt, aber wir sind für andere Szenarien vorbereitet: Geplante Operationen haben wir weitestgehend verschoben und unsere Mitarbeiter sind geschult", sagt KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes in einer Pressemitteilung. Corona-Patienten sollen vornehmlich an den Standorten Bad Driburg und Höxter behandelt werden. Jostes: "Dort können wir eine bestmögliche intensivmedizinische Versorgung sicherstellen."

Für weitere "Eskalationsstufen" ist in einem so genannten Stufenkonzept der weitere Ausbau von Intensiv- und Beatmungsplätzen vorgesehen. "Auf Knopfdruck" könnten beispielsweise die Aufwachräume in Bad Driburg und Höxter für Intensivpatienten umgerüstet werden. 

Aktuell stehen am Klinikum Weser-Egge 42 Intensivbetten zur Verfügung. Darüber hinaus ist es möglich, die Zahl der Intensivplätze innerhalb eines Tages um mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Dafür sind auch zusätzliche Beatmungsgeräte geordert worden, die zum Teil schon eingetroffen sind. In einer extra eingerichteten Task-Force berät sich regelmäßig ein Experten-Team, um schnellstmöglich auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Montag, 30. März 2020 10:45 Uhr

NRW (red). In einem gemeinsamen Aufruf werben Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann für die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in der jetzt beginnenden Pflanz- und Erntezeit: "Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen fehlen in den kommenden Wochen in der Landwirtschaft Arbeitskräfte. Was jetzt nicht an Gemüse gepflanzt wird, kommt später auch nicht bei uns in die Regale und auf den Tisch. Bei einigen Sorten stehen in Kürze erste Erntearbeiten an. Hier ist eine breite Unterstützung und kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich. Tragen Sie mit dazu bei, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren."

Gezielt angesprochen sind zum Beispiel Personen, die sich Corona-bedingt derzeit in Kurzarbeit befinden, Asylbewerber und Geduldete, die arbeiten dürfen, sowie alle Interessierte, die in den kommenden Wochen mit einer Arbeit in der Landwirtschaft Geld verdienen und sich dabei für die Gesellschaft einsetzen möchten. Begleitend setzt sich Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene dafür ein, dass rechtliche Einschränkungen verringert werden und der kurzfristige Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft unbürokratisch möglich ist.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser appelliert: "Wir haben eine Lücke von etwa 45.000 dringend benötigten Erntehelferinnen und Erntehelfern. Ich rufe deshalb alle Bürgerinnen und Bürger mit freien Kapazitäten dazu auf, ihre Hilfe auf den Höfen anzubieten." Am 8. April beginnt für etwa 400 Betriebe in Nordrhein-Westfalen die offizielle Spargelsaison. Auf den Feldern beginnt bereits die Rhabarber-Ernte, Kartoffeln, Salate, Kohl oder Lauch müssen ausgepflanzt werden und auch die ersten Erdbeeren müssen in naher Zukunft geerntet werden. Von den Einreisesperren sind in Nordrhein-Westfalen rund 53.000 Saisonarbeitskräfte betroffen; 8.300 Arbeiterinnen und Arbeiter sind bereits auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen unterwegs.

Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration: "Wir brauchen jede helfende Hand. Deshalb sind Arbeitsverbote, die einen Teil der hier lebenden Asylbewerber und Geduldete treffen, grundsätzlich falsch und es ist unverantwortlich, dass der Bund diese Restriktionen auch nur einen Tag länger aufrechterhält. Der Bund muss sofort handeln - ansonsten soll er es den Ländern ermöglichen, dass wir selbst aktiv werden können." Es gehe dabei auch um ein gesamtgesellschaftliches Zeichen: Wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam die Lebensmittelproduktion in Deutschland unterstützten, sei das ein wichtiges Zeichen.

Auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, setzt sich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit dafür ein, möglichst viele Menschen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen: "Das Corona-Virus macht es auch der Landwirtschaft momentan sehr schwer. Die Landwirtschaft arbeitet jeden Tag für uns - jetzt hat sie unsere Unterstützung verdient! Es fehlen aber helfende Hände, vor allem weil Saisonkräfte aus dem europäischen Ausland nicht einreisen dürfen. Jeder, der hier mithelfen kann und möchte, sollte sich melden. Wir setzen auf eine möglichst große Resonanz!"

Es gibt inzwischen vielfältige Vermittler-Plattformen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Landwirtschaft mit Arbeits- und Hilfswilligen zusammenbringen. Das zentrale Portal des Bundes, das regionale Vermittlungen ermöglicht, ist die Internetplattform www.daslandhilft.de. Das Angebot ist für beide Seiten kostenlos. Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband sowie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband bieten Mitmachaktionen an, um zusätzliche Erntehelfer zu gewinnen.

Sport
Donnerstag, 02. April 2020 10:08 Uhr
Schulsport: Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften abgesagt
Dienstag, 17. März 2020 08:58 Uhr

Nörde (red). Der SV Germania Nörde und die Schiedsrichtervereinigung Kreis Höxter trauern um ihr Vereinsmitglied und den Schiedsrichterkollegen Dietmar Feischen der am 09. März 2020 plötzlich und unerwartet im Alter von 64 Jahren verstorben ist.

Seit 1965 war Dietmar Mitglied des SV Germania Nörde Hier war er als Fußballer aktiv und von 1992 bis heute aktiv an der Pfeife. Sein letztes Spiel leitete Dietmar am 04. März 2020. Besonders der Nachwuchs und die C-Junioren des SV Germania Nörde lagen Dietmar sehr am Herzen. Entweder begleitete er die C-Junioren als zusätzlicher Betreuer bei ihren Spielen oder er leitete diese als Schiedsrichter. Darüber hinaus begleitete er bis zuletzt unsere Nachwuchs-Schiedsrichter bei ihren ersten Spielen und war auch hier eine wichtige Stütze.

Der SV Germania Nörde und die Schiedsrichtervereinigung Höxter verlieren mit Dietmar einen sehr engagierten, hilfsbereiten und immer gern gesehenen Freund, Kollegen und Schiedsrichter. Wir werden Dietmar ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und besonders einem Enkelsohn Marcus, der seit letztem Jahr auch aktiver Schiedsrichter unserer Vereinigung ist.

Foto: Germania Nörde

Mittwoch, 11. März 2020 10:28 Uhr

Kreis Höxter (red). „Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der letzten Tage hat sich der Kreis-Fußball-Ausschuss dazu entschlossen, für das kommende Wochenende eine Generalabsage auf Kreisebene auszusprechen“, erklärte Dieter Attelmann am Mittwochmorgen. „Ich weise darauf hin, dass bei einer Generalabsage auch keine Freundschaftsspiele im Kreisgebiet durchgeführt werden dürfen“, so Attelmann abschließend.

 

Panorama
Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr
Landesregierung untermauert finanzielles Engagement: 3,4 Millionen Euro für jüdische Gemeinden
Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

Dienstag, 14. Januar 2020 10:11 Uhr

Paderborn (red). Jedes Jahr bietet das Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn Platz für zwei engagierte und motivierte junge Menschen, die sich ein Jahr lang in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen sowie sich selbst weiterentwickeln möchten. Der Einsatz erfolgt im Arbeitsfeld der Jugendverbandsarbeit. Die Begleitung und Verwaltung der Einsatzstelle erfolgt über das Diakonische Jahr der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Die Freiwilligen sind Teil des Teams des Jugendreferates und lernen unterschiedliche Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis kennen. Dazu gehören Kinder-, Jugend- und Konfirmandengruppen in den Gemeinden und die Schulungen, Freizeiten und Aktionen des Jugendreferats. Im Laufe des Jahres übernehmen die Freiwilligen dabei immer mehr Verantwortung und können eigene kreative Ideen mit in die Arbeit einbringen. Die Arbeit wird intensiv begleitet von einer Praxisanleitung.

Über das Jahr verteilt werden mehrere Seminare des Diakonischen Jahres angeboten. Diese dienen der Reflexion der Arbeit und der Persönlichkeitsbildung. Das Diakonische Jahr beginnt in der Regel nach den Sommerferien. Die Bewerbungen sind noch bis zum 31. Januar 2020 möglich.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Jugendreferates unter www.juenger-paderborn.de und unter www.diakonisches-jahr-westfalen.de

Telefonische Rückfragen können gerne unter (05251) 5002-10 an den geschäftsführenden Jugendreferenten Oliver Schwarz gestellt werden.

Donnerstag, 02. Januar 2020 14:33 Uhr

Krefeld (red). Die Krefelder Strafverfolgungsbehörden haben den verheerenden Brand im Krefelder Zoo weitestgehend geklärt. Das Feuer ist durch eine Himmelslaterne ausgelöst worden. Drei Frauen hatten in der Silvesternacht zuvor fünf von diesen aufsteigen lassen und sich nach der Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Krefeld gemeldet. Die Kriminalpolizei konnte bisher vier dieser Himmelslaternen in der Nähe des Affenhauses sicherstellen. Bei der fehlenden fünften Laterne handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Laterne, die den Brand ausgelöst hat. Die Frauen hatten die Laternen zuvor im Internet bestellt. In ihren gestrigen Vernehmungen hatten sie angegeben, dass sie kein Hinweis auf ein Verbot gefunden haben. Mit dem schlimmen Folgen hätten sie nicht gerechnet. Sie gaben nachvollziehbar an, dass ihnen das Geschehen unendlich Leid tue. Bei den Frauen handelt es sich um eine Mutter mit ihren zwei erwachsenen Töchtern im Alter von 30 bis 60 Jahren. Gegen die Krefelderinnen wird nun wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Foto: Polizeipräsidium Krefeld

Montag, 25. November 2019 11:11 Uhr

Sundern/Kreis Höxter (red). Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting begann der Arbeitskreis des FrauenRat NRW seine Aktivitäten. Der FrauenRat NRW mit rund 57 Mitgliedsverbänden unterschiedlichster Weltanschauungen ist eine Interessenvertretung für ca. zwei Millionen Frauen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des FrauenRat NRW setzen sich ehrenamtlich für Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie ein.

Mit der Gründung eines Arbeitskreises und einem ersten Treffen in Sundern/Dörnholthausen zum Thema: „Demokratiebildung jetzt – Nicht ohne Frauen machbar! Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung verhindern“ starteten die Schatzmeisterin Maria Berghoff und die stellvertretende Vorsitzende Uta Fechler des FrauenRat NRW mit geladenen Gästen ihre Arbeit. Als Teilnehmerinnen waren über zwanzig Vertreterinnen von Frauenverbänden und Organisationen angereist. In ihrer Begrüßungsrede warnte Uta Fechler vor einer Radikalisierung der Gesellschaft, die immer mit der Einschränkung von Frauenrechten einhergehe. „Lasst uns Netzwerke zur Stärkung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit bilden. Heute kann der Anfang sein“, rief sie auf. Maria Berghoff betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Frauen im ländlichen Raum: „Wenn Frauen auf dem Land eine Zukunft haben, hat der ländliche Raum eine Zukunft“, fasste sie zusammen.

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises fand große Aufmerksamkeit bei Vertreterinnen der Politik. Die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke ging in ihrem Grußwort auf den historisch niedrigsten Frauenanteil in den Parlamenten (Landtag NRW 27%) ein. Gleichzeitig sah sie die Demokratie in Deutschland so gefährdet wie noch nie. „Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie, Demokratie braucht Gleichberechtigung“, forderte sie. Erschreckend sei, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, keine ausreichende Wirkung zeigten und dass immer mehr Frauen Parteien mit einem rückständigen Frauenbild wählten. Bildungseinrichtungen müssten sich stärker mit Demokratiebildung beschäftigen. Darüber hinaus müssten Frauen in öffentlichen Ämtern stärker wahrnehmbar gemacht werden. Auch die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Ursula Beckmann prangerte den geringen 

Frauenanteil in der Kommunalpolitik an. Sie rief die Anwesenden auf: „Die Parteien brauchen ihr Know- how, trauen Sie sich!“. Während des Frühstücks kamen die Teilnehmerinnen des Kick-Off-Treffens miteinander intensiv ins Gespräch. Sie erarbeiteten Stichpunkte für die Diskussion zur Bedeutung der Demokratie, zu Handlungsvorschlägen für die Arbeit von Frauenverbänden sowie jeder einzelnen Frau in ihrem Umkreis. In einer „Ideenschmiede“ wurden Projekte vorgestellt, die in den Mitgliedsverbänden schon durchgeführt wurden. Uta Fechler und Maria Berghoff berichteten von der Stellungnahme des FrauenRat NRW im Fragebogen der Enquete-Kommission des Landes Nordrhein-Westfalen „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“, in der sie Forderungen formulierten, die zur stärkeren Eigenverantwortung und Teilhabe von Frauen in der Politik führen können.

Foto: FrauenRat NRW

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